Weihe der Michaelskapelle

In unserer direkten Nachbarschaft, neben dem TBH, befindet sich die Michaelskapelle. Diese wurde letzten Sonntag, am 9.12., von Stefan Ackermann in einer feierlichen Zeremonie geweiht. Im Anschluss an die Weihe wurde von uns leckere Erbsen- und Kürbissuppe ausgegeben, die wir mit der Leiterrunde am Abend vorher gekocht hatten. Dazu gab es in der Jurte Kakao und Chai über dem Feuer, der half, unsere kalten Finger aufzuwärmen.

Später am Tag wurden einige Kinder gestuft. Den frischgebackenen Wös, Jufis und Pfadis wünschen wir viel Spaß in ihren neuen Gruppen!

 

Fairtrade-Scouts-Aktion war ein voller Erfolg

Letzten Samstag am 29.09. fand bei strahlendem Sonnenschein unsere große Stammesaktion zum Thema ‚fairen Handel‘ statt.

In der schönen Kulisse des Schlossgartens wurde eine Ausstellung präsentiert, in der man lernen konnte, was den fairen Handel ausmacht oder z.B. die Möglichkeit hatte, den Weg von der Kakaobohne bis zur Schokolade zu erforschen. Außerdem gab es faires Bananenbrot, Kaffee, alkoholfreie Cocktails sowie viele Produkte des Fairregio-Ladens. Unter den Gruppenkindern fanden die Bananenkostüme besonders großen Anklang, mit denen wir durch die Andernacher Innenstadt zogen und Werbung für unsere Aktion machten.

Zum Abschluss der Aktion wurden wir von Eva-Maria Kuntz vom Bundesarbeitskreis Internationale Gerechtigkeit auch offiziell als ‚Fairtrade-Stamm‘ ausgezeichnet. Als besonderes Highlight wurden wir von einem Kamerateam der Kika-Sendung ‚neuneinhalb‘ begleitet, die am 17. November eine Reportage zum Thema ‚Fairtrade‘ sendet. Das alles trug dazu bei, dass wir einen unvergesslichen Tag verlebten und hoffentlich viele Leute begeistern konnten!

 

Brexit 2018 – Sommerzeltlager im Brexbachtal

Juhuu! Endlich war es wieder soweit, der Kuschelstamm machte sich wieder auf ins Sommerlager!! Dieses Jahr ging es für uns vom 8.7. bis zum 18.7.2018 erneut ins Brexbachtal.

 

Sonntags trafen wir uns alle an der Feuerwehr in Sayn mit viel Vorfreude, die nächsten zehn Tage miteinander verbringen zu dürfen. Dieses Jahr hatten wir von Anfang an tollen Besuch von saarländischen Pfadfinderfreunden, die von allen direkt ins Herz geschlossen wurden.

Es war strahlender Sonnenschein, als wir am Zeltplatz ankamen. Nachdem alle Zelte standen, jeder eine Sonnencremeschicht mehr auf der Haut hatte und die ersten schon die anliegende Brex unter Beschlag genommen hatten, hisste die Pfadi- und Roverstufe mit Unterstützung der Leiter das Stammesbanner. Wie jeden Abend im Lager, ließen wir auch diesen Tag mit einer Singerrunde am Lagerfeuer ausklingen. Wir waren uns alle sicher, es würde eine tolle Zeit werden.

 

Der nächste Tag war ein besonderer in diesem Lager, denn wir verbrachten ihn ganz nach dem Tagesplan eines Zeltlagers aus dem Jahr 1907 nach unserem Pfadfindergründer Robert Baden-Powell. Der Schwerpunkt eines jeden Tages im Lager, laut Baden-Powell, ist es, die Grundsätze des Pfadfindertums näher zu bringen und die Fähigkeiten eines jeden Pfadfinders zu steigern. Also standen viele Aufmerksamkeits- , Orientierungs- und Geländespiele auf dem Plan. Beispielsweise gingen wir in Kleingruppen mit einem Zettel auf Wanderschaft, auf dem Sachen standen, die wir auf dem Weg bemerken sollten. Die Schwierigkeit dabei war es, sich ganz auf die Natur einzulassen und diese im Detail wahrzunehmen. Laut Baden-Powell ist dies eine der Fähigkeiten, die jeder Pfadfinder besitzen sollte.

Die andern Tage wurden mit vielseitigen Aktionen gefüllt:

Wir befassten uns einen Nachmittag lang beispielsweise mit Lagerbauten. Ein paar Leute jeder Gruppe baute an einer Brücke über die Brex, die restlichen an einem Dreibeinkonstrukt, in dem verschiedene Elemente integriert wurden: Es gab drei Podeste, Platz für Hängematten und auch unser Bannermast musste mit eingebaut werden. Manche von uns verbrachten die ein oder andere Nacht auf einem der Podeste oder in den Hängematten.

 

Da die Biberstufe, unsere Jüngsten, leider noch nicht mit fahren konnten, besuchten sie uns für einen Tag, um das Lagerleben und den Stamm mal im Ganzen kennenzulernen. Wir machten eine kleine Wanderung durch die Brex, spielten verschiedene Spiele und sangen zusammen das Pfadfinderlied „Flinke Hände, flinke Füße“, das die Kleinen schon super drauf hatten.

 

Außerdem wurde unser neuer Stammesanhänger für Materialien neu lackiert. Der ganze Stamm steuerte seinen eigenen Teil dazu bei und machte ihn zu dem Kunstwerk, das er jetzt ist.

 

Über die ganzen Tage verteilt hatten wir die Möglichkeit, verschiedene Workshops zu machen. Ein Workshop bestand darin, sich einen eigenen Schwedenstuhl zu bauen, eine andere Gruppe konstruierte einen Lehmofen, in dem wir in den kommenden Tag Pizza und Kuchen backten, außerdem wurden  Armbänder aus Paracord oder Garn geflochten, einige von uns bastelten Namensschilder für die Kluft oder setzten eine Heilsalbe und Tinktur aus Pflanzen aus der Umgebung an.

 

Für zwei Tage engagierten wir uns im sozialen Bereich und halfen intern im Brexbachtal, zwei Großprojekte fertigzustellen. Am Rand eines Zeltplatzes gibt es zwei Tümpel, in denen verschiedene Tiere wie Libellen, Frösche und Salamander brüten. Damit diese sich auch weiterhin in Ruhe fortpflanzen können, bauten wir einen Zaun drumherum – das bedeutete für uns sowohl viel Arbeit aber auch viel Spaß! Beim anderen Projekt handelte es sich um eine Unkraut-Vernichtungsaktion. Ein neu erworbenes Grundstück des Brexbachtals war überwuchert von Brenneseln und Riesenbärenklau. Also war es unsere Aufgabe, es davon zu befreien. Ich muss sagen, trotz der Hitze und der kraftaufwendigen sisyphosartigen Arbeit, hat es doch ziemlich viel Spaß gemacht.

 

Unser Stamm macht zudem eine coole und lustige Bekanntschaft mit Leuten vom Nachbarzeltplatz. Spätabends spielten wir zusammen ein Geländespiel, dessen Schwerpunkt nicht in Kraft und Geschwindigkeit lag, sondern in Geschicklichkeit, Wendigkeit und Ausdauer. Die Aufgabe lag nämlich darin, unbemerkt im Dunkeln eine im Kreis gespannte Leine zu berühren. Im Kreis saßen vier Wächter, die genauso wenig sahen, wie wir anderen, aber sobald sie etwas hörten, einen Sucher in die Richtung navigierten, in der sie das Geräusch gehört hatten. Wenn der Sucher einen durchs Umsichfühlen entdeckt hatte, war man leider raus. Durchaus kann dieses Spiel mehrere Stunden dauern, wir setzten das Limit auf eine ¾-Stunde. Es hat verdammt viel Spaß gemacht und unsere Wös haben das Ding gerockt!

 

Ein ganz besonderer Teil unseres Zeltlagers war die Stufungs- und Versprechensfeier. Sie ist uns allen sehr nahe gegangen. Als Erklärung: Das Pfadfinderversprechen ist ein zentraler Bestandteil und eine wichtige Tradition in der Pfadfinderbewegung. Durch das Versprechen bekundet man die Zugehörigkeit zum Pfadfindertum und zu seiner Gruppe. Es regt dazu an, sich mit den Werten und Zielen der Pfadfinder altersgerecht auseinander zu setzen. Eine Stufung ist der Wechsel eines Gruppenmitglieds in die nächstältere Pfadfingerstufe. Bei jedem Stufenwechsel wird ein Pfadfinderversprechen abgelegt. Während unserer Feier brannte ein ganz besonderes Feuer und jeder der wollte, konnte sein persönliches Versprechen den anderen mitteilen. So entstand für uns eine sehr emotionale Atmosphäre…

 

Es war also auch dieses Jahr wieder ein wundervolles Zeltlager, in dem jeder mit vielen tollen Erinnerungen nach Hause gehen konnte. Ein großes Dankeschön, an alle, die die Zeit wie jedes Jahr zu einer ganz besonderen gemacht haben.

 

Geschrieben von unserer Pfadi-Reporterin Mia 🙂

 

 

Stufung Burg Wernerseck

Für die Stufung mancher Pfadis unserer Gruppe ging es am Samstag den 12.05.18 auf zu einem Hike zur Burg Wernerseck. Trotz schlechter Wettervorhersagen ließen wir uns die gute Laune nicht vermiesen und machten uns voller Enthusiasmus auf den Weg!

Da unsere Leiterinnen uns den Weg zum Ziel auf eigene Faust finden ließen, hatten wir zu Beginn ein paar kleine Orientierungsprobleme, die mit der Zeit aber wie vergessen schienen. Wir gingen die Nette flussaufwärts und konnten so die Schönheit unseres Nettetals genießen -hihi!!

Zwischendurch machten wir eine Picknickpause in Gesellschaft zahlreicher Mücken.

Nach drei Stunden Wanderung erreichten wir mit verschwitzten Rücken die Burg und schlugen unser Nachtlager auf. Einer von uns durfte beim Probeliegen Bekanntschaft mit einem Baumstumpf machen…

Das Abendessen verbrachten wir bei wunderschönem Sonnenuntergang in der Burgruine. Es kamen zu dem noch sehr coole Bilder zustande.

 

 

In der Dämmerung begann dann unser Stufenteil. Zu Beginn verfasste jeder von uns einen persönlichen Brief an unser zukünftiges Ich, in dem wir orientierend am Thema der Pfadfinderstufe “Wagt es“ unsere Gedanken und Wünsche an uns selber verschriftlichen sollten. Es entstand eine sehr melancholische Stimmung, da wir es uns allen ziemlich zu Herzen nahmen. Vor allem beim Zusammenkommen kam dies sehr zum Ausdruck. Anschließend laß uns unsere Leiterin ein Zitat von Nelson Mandela vor, das all unsere Gedanken zusammenfasste:

 

„Unsere tiefgreifende Angst ist nicht, dass wir ungenügend sind.

Unsere tiefgreifende Angst ist, über das Messbare hinaus kraftvoll zu sein.

Es ist unser Licht, nicht unsere Dunkelheit, die uns am meisten Angst macht.

 

Wir fragen uns, wer bin ich, mich brillant, großartig, talentiert oder phantastisch zu nennen?

Aber wer bist du, dich nicht so zu nennen?

 

Du bist ein Kind des Lichts.

 

Sich selbst klein zu halten dient nicht der Welt.

Es ist nichts Erleuchtetes daran, sich so klein zu machen, dass andere um dich herum sich unsicher fühlen.

Wir sind alles dazu bestimmt zu leuchten, wie es die Kinder tun.

Wir sind geboren worden, um den Glanz des Lichtes, welches in uns ist, zu manifestieren.

 

Es ist nicht nur in einigen von uns, es ist in jedem einzelnen.

Und wenn wir unser eigenes Licht erscheinen lassen, geben wir uns unbewusst anderen Menschen die Erlaubnis dasselbe zu tun.

 

Wenn wir von unserer eigenen Angst befreit sind, befreit unsere Gegenwart andere.“

 

 

Nach dem wir in unsere neuen Gruppe willkommen geheißen worden, das Halstuch gewechselt und einen Kuschelkreis gehalten hatten, wurden wir alle noch mit beschützenden und wohlfühlenden Elementen der Natur ein geräuchert. Eine Wizardrunde im Anschluss und wir waren fertig fürn Schlafsack.

Kurz nachdem wir alle eine gemütliche Position gefunden hatten und dem Baumstumpf gekonnt ausgewichen waren, fing jedoch das vorhergesagte Gewitter an zu grollen und die Nachtigall an zu singen. Doch das gehört bei einem Hike nun mal dazu!

Nach einem mehr oder weniger erholsamen Schlaf machten wir uns auf den Weg zum vorbereiteten Frühstück ins Haus unserer Leiterin.

Es war ein wunderschönes Wochenende und wir hatten eine Menge Spaß!

 

 

 

Schwedenstühle

Rezept zum Schwedenstuhl bauen

Man nehme…

  • Einige Meter Holz
  • Ein bisschen alten Stoff
  • Eine Hand voll kreativer Jufis
  • Schrauben und Bohrer
  • Halbfunktionstüchtige Tacker
  • Sägen
  • Jede Menge Muskelkraft

Man rühre alles unter Anleitung von einer Zeichnung und Musik zusammen und nach ein paar Stunden „Backzeit“ werden daraus:
Super bequeme Schwedenstühle!
Je einer zum selbst behalten und einer zum Verkaufen, um von dem Erlös ein gemeinsames Projekt zu starten (Kart fahren, in den Kletterpark gehen und natürlich essen…. )

Die Biber kommen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bereits im letzten Jahr hat die Bundesversammlung der DPSG beschlossen, dass es zukünftig in der DPSG die Möglichkeit geben soll, auf Stammesebene eine freiwillige Vorgruppe vor der Wölflingsstufe für Kinder ab drei Jahren bis zum Einstieg in die Wölflingsstufe einzurichten. Auch wir haben uns daraufhin entschlossen eine Bibergruppe zu gründen.

In der  Bibergruppenstunde wird gespielt, getobt und gebastelt. Dabei steht das gemeinsame Erleben in der Gruppe im Vordergrund.

Wir freuen uns über neue Gesichter, auch wenn diese manchmal erst noch
etwas schüchtern sind. Schnuppert doch einfach mal bei uns rein!

Unsere Gruppenstunde ist jeden Mittwoch von 17:00 bis 18:30 Uhr im Thomas-Becket-Haus in Andernach.
Kontakt: Corinna Stork, Telefon: 0176 70135856

Aktion Andernacher R(h)einheit

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

An einem sonnigen Tag im Freiem picknicken, am Ufer Steine springen lassen oder einfach während einem entspannten Spaziergang am Rhein begegnet man Dingen, die dort nicht hin gehören. Ob mutwillig entsorgt, vom Wasser angeschwemmt oder unachtsam liegen gelassen. Dabei weiß schon jedes Kind, dass Müll fachgerecht entsorgt werden muss, sei er noch so klein.
Müll ist aber keineswegs nur stinkend und unschön anzusehen, sondern vor allem belastend für die Tiere, Pflanzen und uns selbst, den Menschen.

Die Ehrenamtsinitiative „Andernacher R(h)einheit“ stellt sich dem Müll entgegen und veranstaltet eine Aufräumaktion in den Rheinanlagen. Mit einem breiten Bündnis aus Vereinen, Schulen und Privatpersonen, soll das Rheinufer von der Nette bis zum Naturschutzgebiet Namedyer Werth vom Müll befreit werden.

Auch wir beteiligten uns an der Aktion getreu dem Pfadfindergesetz „Als Pfadfinder*in… lebe ich einfach und umweltbewusst.“ Der Kälte und den matschigen Wegen trotzend sammelten wir mit Spaß bei der Sache Fahrradrahmen, Kronkorken, Batterien, Plastiktüten, Styropor, Schläuche, Seile, Radkappen, Spraydosen und viel weiteren manchmal auch nicht identifizierbaren Müll. Dabei mussten wir leider feststellen, dass im Naturschutzgebiet besonders viel Müll lag. Nach dem erfolgreichen Vormittag wärmten wir uns mit einer Tasse Kaffee oder Tee im Bootshaus wieder auf.

Trotz der vielen fleißigen Hände der zahlreichen Helferinnen und Helfer konnten wir längst nicht allen Müll einsammeln. So beschlossen wir auch nächstes Mal und in den Gruppenstunden wieder aktiv zu werden.

 

 

tierische Stammesversammlung

 

Wie in jedem Jahr seit irgendwann in den 1990ern fand, bei uns,
die ganz offizielle Stammesversammmlung, mit Jahresrückblick, in Form von Gruppenberichten,
Kassenprüfung und diversen Personalwechseln, vor allem, in der Stammesführung statt.

Unter dem Motto „Zoo“ erwartete uns die mit viel Liebe gestaltete Dekoration und reichlich gedeckten
Tische. Mit einem herzlichen Dank an die Gemeinde St Peter,
die dieses Jahr Austragungsort der Versammlung war und man auch ohne die Dekoration schon ein
schönes Ambiente vorfand.

 

 

 

 

 

 

 

Die Gruppen starteten, mit einem Pantomimisch vorgetragenem Bericht, unserer inzwischen nicht mehr Jüngsten Wölflingsgruppe. (Aktuell gibt es die neue Bibergruppe für alle Interessenten:) )
Hier wurde, nicht zuletzt, der letzte amtierende Gruppenleiter ein wenig aufs Korn genommen, sowie einige besonders im Gedächtnis verbliebene Momente, wie zum Beispiel das Zeltlager oder die letzte Aktion Eis laufen, mit viel Ironie, Charme und einigen strahlenden Gesichtern vorgetragen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Jufi`s machten Eindruck mit einer Bildergeschichte die, mit Unterbrechungen, das gesamte
letzte Jahr entstand und von den meisten der Darsteller persönlich gesprochen wurde.
Außerdem wurden die komplett selbst hergestellten Schwedenstühle präsentiert, die, besonders im
nächsten Zeltlager einige dankbare Besetzer finden werden, wenn es mal wieder gilt den Tag am
Lagerfeuer ausklingen zu lassen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Pfadi`s, denen auch die Gestaltung der Räumlichkeiten oblag, die sie mit großem Bedacht auf vor allem das leibliche Wohl ausführten, hatten, überraschender Weise, den selben Einfall derpantomimischen Berichterstattung und präsentierten außerdem auch ein wunderbar gestalltetes selbst gebautes Monopoly passend für die Pfadfinder, natürlich in etwas abgewandelter Form.

 

 

 

 

 

 

 

 

Zur allgemeinen Freude, ließen sie am Ende die alte Stammesführung, blind, auf den Knien rutschend nach einem Topf schlagen, während ihnen, lauthals irreführende Tipps zugerufen wurden.

In der Pause erhielten die mitgebrachten, vor allem von Eltern, (auch hier einen herzlichen Dank)
gespendeten Speisen in Form von Kuchen, Salaten und kleinen Appetithäppchen, ihre
wohlverdiente Aufmerksamkeit und wurden mit großen Augen und noch größeren Mägen vertilgt.
Außerdem wurde der Spielplatz der alten Liegenschaft der Pfadfinder bei St. Peter besucht und die
Kinder hatten viel Spaß beim Spiel mit einigen ihrer Leiter wo auch mindestens einer ihrer Leiter
schon gespielt hat.

Nachdem die amtierende Kassenbeauftragte, die ihrer Aufgabe mehr als gerecht wurde, den
jährlichen Kassenbericht vorgetragen hatte wurde sie im allseitigen Einverständnis und mit
tosendem Applaus entlastet. Danach gab sie dann endlich die heiß ersehnten Anschauungsobjekte
frei auf die sich schon so einige Augen geheftet hatten mit denen sie die Kassenprüfung, verzehrbar in Form von Süßigkeiten,
dargestellt hatte.

Außerdem verabschiedeten sich mit ein bisschen Wehmut die letzten beiden Vorsitzenden Gereon Bals und Jonas Lichtl von ihrem Amt. Vielen Dank für euer Engagement in den letzten Jahren! Als neue Vorsitzende wurden Petra Künster und Luzie Strietholt gewählt. Unsere Kuratin Teresa Seibeld bleibt weiterhin im Amt.

Außerdem wurden die amtierenden Leiter mit einer Kleinigkeit geehrt, die das Bedürfnis nach
Naturverbundenem Zähne putzen weitgehend schloss und außerdem auch eine garantiert angenehm
lange temperierung, der auch im Zeltlager so begehrten Heißgetränke mit Koffeingehalt, plus einen
sicheren halt an diversen Zeltvorrichtungen, Rucksäcken und Hosen beinhaltete.
Nach dem offiziellen Schluß wurde dann dem Pfadipoly, von einer nicht unerheblichen Menge an
Neugierigen und natürlich auch Bauherren einiges an Zeit und Aufmerksamkeit gewidmet.

 

Stufung im Fackelschein mit Gruppenraumübernachtung

Letztes Wochenende wurden in schöner Atmosphäre auf dem nächtlichen Krahnenberg einige Kinder und Jugendliche gestuft.  Zur Feier des Tages wurde das Ganze mit einer Gruppenraumübernachtung verbunden, wobei das gemeinsame Kochen und ein Filmeabend nicht fehlen durften. Wir wünschen den gestuften Kindern viele tolle Erfahrungen in ihren neuen Gruppen!


Harry Potter und das Zeltlager in Hillesheim

(ein ausführlicher Artikel zu unserem Sommerlager, toll geschrieben von unserem Jufi Mia!)

 

Für uns, den DPSG Pfadfinderstamm St. Michael, ging es vom 1.07 bis zum 9.07.2017 ins Sommerzeltlager in die Eifel unter dem langersehten Motto „Harry Potter“.

Samstagmorgen trafen wir uns, wie jedes Jahr, mit unseren voll bepackten Rucksäcken und Reisetaschen am TBH, wo wir mit viel Vorfreude auf die nächsten Tage den Bus beluden und losfuhren. Freudig kamen wir dieses Jahr mal ohne jegliche Verspätung oder Komplikation (aber mit Regen) am Zeltplatz (dieses Jahr aber wohl eher Hogwarts) an, wo wir vom Vortrupp mit einem dicken Kuschelkreis begrüßt wurden. Als es an den Zeltaufbau ging, verflog der Regen und unsere Stimmung wurde zudem nochmals besser, als der Duft der bei uns heißbegehrten Linsensuppe durch die Luft zog – großen Dank an unsere Lagerköche! Am Nachmittag wurden alle Pfadfinder einer Häusereinteilung des sprechenden Huts unterzogen, den Lehrern sowie den entsprechenden Hauslehrern für dieses Schuljahr vorgestellt und die Lager- alias Hogwartsregeln wurden uns von Professor Dumbledore und Professor McGonagall deutlich vorgehalten. Schnell war auch der erste Tag vorbei, den wir mit einer tollen Singerrunde ausklingen ließen. Natürlich durften die Nörgeleien der Wö- sowie unserer Jufiseite nicht fehlen, als es ums Schlafengehen ging! 🙂 Trotzdem wurde schnell klar, dass unsere große Pfadfinder-Familie wieder zusammengefunden hatte und die Woche wieder super werden würde.

Am nächsten Morgen war meiner Erkenntnis nach nicht nur ich dem doch noch gewonnen Schlaf sehr dankbar, denn als wir schon früh aus den Zelten geholt wurden, sah ich in viele noch SEHR müde Gesichter. Nachdem der Kaffeedurst unserer Leiter, aber vor allem der eines bestimmten Pfadis ;D gestillt war und wir alle gefrühstückt hatten, stellten uns unsere Lehrer verschiedene Workshops vor. Professor Sprout führte den Workshop „Sprossenziehen“, Professor Snape alias Snilch vertrat Mr. Olivander mit „Zauberstäbe schnitzen“, Dumbledore versuchte sich an Fackeln machen, Hagrid an Löffeln schnitzen und Professor McGonagall schien es an der Zeit die Hauswappen neu zu gestalten. Letztendlich wurde der Workshop von Professor Snape alias Snilch am Besten besucht. Am Abend waren alle Schüler glücklich und müde zugleich.

Montags wurde von Dumbledore und Professor McGonagall eine Stadtrallye durch Hillesheim organisiert, die wir morgens in den Häusern antraten, Fragen beantworteten und Hauspunkte bekamen. Mittags wurden uns Lunchpakete vorbeigebracht, die wir mit einem großen Hagridgleichem Magenknurren begrüßten. – Dankeschön, war sehr lecker! Nachdem unsere hungrigen Zauberer- und Hexenmägen gesättigt waren, begaben wir uns auf nach Hogsmeade alias Norma, um die Zutaten für ein gemeinsames Häuserkochen für den Abend zu besorgen. Das Essen war super lecker: Slytherin bereitete eine Salatbar vor, Ravenclaw und Gryffindor schlossen sich zusammen und kochten Spinat mit Kartoffelpüree und Rührei. Hufflepuff alias Üfflepüff machte einen veganen Quark mit Tofu -klingt komisch, schmeckte aber super lecker! An diesem Abend konnte der Ausklang mit Singerrunde natürlich nicht fehlen!

Am Dienstag war das Wetter morgens super. Also beschlossen wir, einen Freibadbesuch in Gerolstein zu wagen. Nach dem Essen machten wir uns auf den Weg zum Bahnhof. Wir vertrieben uns die Zeit mit diversen Liedern, die manch andern nach einer Zeit leicht zu nerven begann. Am Bahnhof angekommen warteten wir, um unserer bekannten Verpeiltheit treu zu bleiben, natürlich am falschen Gleis und warteten eine weitere Stunde auf den nächsten Zug. Die Wartezeit brachten wir mit unzähligen Wizard-runden, Sonnenbädern sowie kleine Nickerchen herum. Im Freibad angekommen hatten wir sehr viel Spaß und so manchen Sonnenbrand. Am Abend fuhren wir mit dem Bus wieder zurück. Als wir ankamen, sahen wir, dass der Stamm Balu aus Himmelsheim auch angekommen war und so machten wir die ersten Bekanntschaften mit den Hillesheimer Pfadfindern. Wir merkten direkt, dass sie deutlich in der Überzahl waren… Den restlichen Abend verbrachten wir mit viel Gelächter und Musik.

Die nächsten beiden Tage, sprich Mittwoch und Donnerstag, begaben wir uns in die Hände der Hillesheimer, die für unsere beiden Stämme Workshop-Tage geplant hatte. Natürlich beteiligten wir uns auch mit diversen Workshops unsererseits, wie zum Beispiel mit der Schmiede, den Workshops fürs Ledertaschennähen sowie zum Speckstein verarbeiten und anderen tollen Sachen, die wir zur Verfügung stellen konnten. Das Highlight des Mittwochs waren die Huskys, die von Eltern eines Hillesheimer Pfadfinders mitgebracht worden. So gut wie jeder konnte Bekanntschaft mit den so unglaublich faszinierenden Tieren machen – hat echt viel Spaß gemacht! Andere Workshops waren noch Lagerbauten bauen, aus dem ein super toller Lagerspielplatz zustande kam, Geocaching durch den Eifler Wald und andere tolle Angebote, die ich jetzt nicht alle aufzählen kann. 🙂 Am Abend spielten wir noch eine Runde „Capture the Flag“ Stamm gegen Stamm, die wir natürlich gewannen, aber in der auch leider diverse Hosen litten und kleinere Abschürfungen davon getragen werden mussten. Aber so ist es nun mal im Zeltlager! Diesen Mttwochabend wird unser Stamm so schnell leider nicht wieder vergessen… Außerdem mussten ein Paar von uns schon früher aus dem Zeltlager fahren, da sie noch diverse andere Termine hatten. Leider, leider waren wir dann noch weniger für unseren tollen Kuschelkreis!

Am Freitag widmeten wir uns wieder unserem Thema: Dumbledore und McGonagall bereiteten für uns Schüler ein Chaos-Spiel vor, in dem ein mal schweres, mal leichtes Quiz über das Wissen zu den Büchern unseres Idols integriert wurde. Wir spielten es gegeneinander in unseren Häusern; Ravenclaw gewann! Danach stand die Planung des Bunten Abends auf dem Programm und unser Küchenteam bereitete das Burgerbuffet für das Abendessen vor. Als letztendlich unsere Münder mit Ketchup und Remoulade verschmiert waren, begannen die Slytherins mit ihrem kreativen Beitrag. Sie machten ein Improtheater mit Auserwählten aus dem Publikum, indem sie ihnen bestimmte Szenen vorgaben, die mit Hogwarts zu tun hatten. Die Ravenclaws spielten mit uns Montagsmaler mit Begriffen, die im Laufe des Lagers zu großen Insidern geworden waren. Die Idee der Hufflepuffs alias Üfflepüffs war es, zu jedem aus dem Lager einen Begriff oder Situation zu finden, der die Person auszeichnet und beschreibt. Daraufhin erfanden sie spontane Kurzgeschichten, in denen sie den Begriff nannten und das Publikum die gesuchte Person daraus erraten musste. Leider waren die jeweiligen Geschichten nicht ganz so kreativ, wie sie es sich erhofft hatten. Nach den Beiträgen kam die Verleihung des Hauspokals und Dumbledore zählte alle gesammelten Hauspunkte (für die Beiträge wurden auch Punkte vergeben) zusammen und so kam nicht wie üblich Gryffindor auf den ersten Platz, sondern, Trommelwirbel, Üfflepüff! Die Hufflepuffs bekamen den Hauspokal überreicht und dann machten wir uns zusammen auf zur gemeinsamen Singerrunde bei den Hillesheimern.

Endlich war es so weit: am Samstag war der Tag des 30-jährigen Jubiläums des Pfadfinderstamms Balu Hillesheim gekommen. Es wurde eine große Stadtrallye mit vielen Stationen in Hillesheim auf die Beine gestellt. Diverse Leiter machten eine Station, wie zum Beispiel „Speerwerfen wie in der Steinzeit“, „Brückebauen mit Holzlatten ohne Nägel“ und „Halstuchknoten flechten“. Aber auch Vereine aus Hillesheim organisierten ein paar Stationen. Die Gruppen, in denen wir uns zur Stadtrallye aufmachten, wurden zufällig und aus beiden Stämmen gleichermaßen zugeordnet. Durch diese Rallye konnten wir uns alle besser kennenlernen und es kamen sogar ein paar Freundschaften zu Stande. Als wir den Platz wieder erreichten, bekamen alle Teilnehmer ein kleines Geschenk: ein Glas mit unserem Namen darauf, einen Aufnäher und ein Band. Am Abend feierten wir Pfadfinder zusammen mit Familien und Freunden einen Gottesdienst auf dem Zeltplatz. Danach wurde das große Buffet eröffnet und somit der aufkeimende Hunger gestillt. Zwischendurch konnten wir noch viele bekannte Gesichter begrüßen und uns gegenseitig austauschen. Als die Dunkelheit einbrach, wurde die Musik lauter und die Tanzfläche voller. Wir hatten alle sehr viel Spaß auch wenn wir wussten, dass sich das Zeltlager so langsam dem Ende zuneigte!

Zu schnell war es Sonntagmorgen und somit der Abreisemorgen. Wir alle kamen an diesem Morgen langsamer und träge aus dem Zelt, da wir wussten, dass es für dieses Jahr das letzte Mal sein würde. Wir frühstückten alle zusammen unter freiem Himmel, da wir den Tag zuvor schon das Aufenthaltszelt abgebaut hatten, spülten und widmeten uns dann dem Packen unseres privaten Krams. Nachdem dies geschafft war, ging es an die Sachen, die den ganzen Stamm betrafen und so teilten wir uns auf. Manche bauten die Jurte ab, manche das Küchenzelt, wieder andere räumten das Materialzelt sowie das Küchenzelt auf. Wir hatten für jeden was zu tun. Zu Mittag gab es wieder leckere Suppe und machten eine Pause. Danach ging es wieder ans Packen. Als endlich alle Zelte zusammengefaltet und verstaut waren, aber noch nicht alle restlichen Materialkisten voll bepackt waren, wurde uns mitgeteilt, dass unser Bus schon an gekommen wäre. Nun trat allmählich die Eile ein, aber letztendlich schafften wir es unser ganzes Gerümpel noch relativ rechtzeitig im Bus unterzubringen. Wir verabschiedeten uns von den Hillesheimern, mit denen wir einen großen Teil des Lagers verbracht haben. Zu guter Letzt verabschiedeten wir uns auch von denen, die nicht mit dem Bus, sondern eigenständig nach Hause gefahren sind. Natürlich durfte der große Kuschelkreis des Kuschelstamms nicht fehlen. Ziemlich erschöpft vom Packen und der Hitze stiegen wir in den Bus auf nach Hause. Viele von uns holten Schlaf nach oder schwiegen vor sich hin, denn im Bus war es so still, wie noch nie zuvor. Kurz vor Andernach wurden alle geweckt und schwebten schon in Vorstellung und Vorfreude auf das nächste große Wiedersehen. In Andernach angekommen, räumten wir alles zusammen ins TBH, machten eine kleine Reflexion und verabschiedeten uns voneinander. Schnell waren alle auf den Weg unter die Dusche, denn wieder in der Zivilisation angekommen, merkten wir, dass wir ziemlich streng rochen! 🙂

Ein super großer Dank geht an die Leute, die dieses Lager mal wieder so gut geplant und auch umgesetzt haben! Es war wieder unglaublich schön und ihr habt das echt toll gemacht! Ein weiterer Dank geht natürlich an alle Pfadfinder, die mitgefahren sind, das Lager wieder unvergesslich gemacht haben und die Tage mit uns Verrückten ausgehalten haben. Ich vermisse es so sehr, mit unserem chaotischen Haufen unterwegs zu sein und freue mich schon auf nächstes Jahr!