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Pfadi-Umfrage



So, hier ist endlich offizieller Zeitungsartikel zur Auswertung der Umfrage:

Christkind gewinnt gegen Weihnachtsmann

Andernacher Pfadfinder machten Umfrage zum Thema Weihnachten

Die Pfadi-Gruppe der Andernacher DPSG-Pfadfinder hat in den letzten Wochen in der Innenstadt sowie im Internet eine Umfrage zum Thema Weihnachten durchgeführt. Insgesamt nahmen an dieser Umfrage 186 Personen teil (80 davon im Internet), die dadurch zwar nicht repräsentativ ist, aber einige interessante Ergebnisse brachte.

So sollten die Befragten angeben, ob sie an Weihnachten in die Kirche gehen. Unsere Auswertungen ergaben, dass nur etwa drei Viertel der Umfrageteilnehmer einen Weihnachtsgottesdienst besuchen, oder andersherum: Jeder vierte tut es nicht. Außerdem wollten wir wissen, ob wenigstens alle den biblischen Hintergrund des Weihnachtsfestes kurz erklären konnten. Doch das Ergebnis sah sehr ähnlich aus: Auch hier sind es 25%, die uns die Weihnachtsgeschichte nicht erzählen konnten oder wollten.Kirchenverhalten-Diagramm

Bei den anderen hält sich noch sehr hartnäckig das Gerücht, dass die Heiligen drei Könige unmittelbar an Weihnachten auftreten. Noch interessanter fanden wir aber die Geschichte, dass Maria und Josef von Römern verfolgt wurden und der Weihnachtsstern ihnen den Weg zeigte.

Zusätzlich fragten wir nach dem „Geschenkebringer“: Weihnachtsmann gegen Christkind, amerikanische Erfindung gegen deutsche Tradition. Und dabei wird deutlich, der neumodische Weihnachtsmann hat keine Chance gegen das traditionelle Christkind: Von den 48%, die eine solche Tradition pflegen (hauptsächlich Eltern), sind rund 85% fest vom Christkind überzeugt und nur rund 15% vom Weihnachtsmann.

Wir haben auch Fragen zur Kommerzialisierung des Weihnachtsfestes gestellt. Dabei spielen besonders die Ausgaben für Geschenke eine wichtige Rolle, und gerade diese hängen stark von der Anzahl der Kinder der befragten Person ab – je mehr Kinder, desto mehr Ausgaben für Geschenke.Geschenkebringer-DiagrammBesonders entscheidend ist die Frage, ob es überhaupt Kinder in der Familie gibt: Die Befragten ohne Kinder (ausgenommen Jugendliche unter 18) gaben durchschnittlich rund 120€ für Weihnachtsgeschenke aus, die mit einem Kind dagegen fast 300€. Die Spendenbereitschaft ist dagegen nicht sehr hoch: Nur 2/3 der Teilnehmer gaben an, an Weihnachten spenden zu wollen (durchschnittlich 50€).

Nebenbei ist natürlich auch die Gestaltung des Festes an sich wichtig. Wir haben dabei nach dem Ort, den Menschen, mit denen gefeiert wird, und dem Essen an Weihnachten gefragt. Dabei bekamen wir die folgenden Ergebnisse: Weihnachten wird hauptsächlich zu Hause gefeiert. 84% unserer Befragten verbringen mindestens einen Tag an Weihnachten in der eigenen Wohnung. Insgesamt rund 40% besuchen an Weihnachten aber auch (oder ausschließlich) die Verwandtschaft oder Freunde. Und dann gibt es auch noch die „Exoten“: fast 4% verbringen Weihnachten im Urlaub. Bei der Auswahl des Ortes spielt sicherlich auch das Geld eine Rolle: Leute, die zu Hause feiern, geben für das Weihnachtsfest (Essen, Dekoration, etc.) durchschnittlich 83€ aus, alle anderen dagegen nur etwa 40€.

Beim Weihnachtfest spielt es auch eine Rolle, mit wem gefeiert wird. 80% der Umfrageteilnehmer feiern Weihnachten ausschließlich mit ihrer Familie. Weitere 16% feiern zusätzlich noch mit ihren Freunden. Nur jeweils etwa 1% feiert ausschließlich mit den Freunden, alleine oder gar nicht.Geld-Diagramm

Dann stellten wir noch die Frage nach einem traditionellen Weihnachtsessen. Nur rund 37% der Befragten ist dies von Bedeutung. Sie nannten uns viele verschiedene Gerichte: Von Gans, Fondue und Raclette über „Kartoffelsalat mit viel drum herum“ bis zum einfachen Steak oder Reste-Essen.

Am Ende der Umfrage wollten wir von jedem sein persönliches Lieblings-Weihnachtslied wissen. Das am häufigsten genannte Lied war „Stille Nacht, heilige Nacht“ (vielleicht auch nur, weil es den meisten als erstes einfällt). Seltener wurden andere Klassiker wie „Oh, du fröhliche“, „Oh Tannenbaum“ oder das englischen „Last Christmas“ genannt, wie auch eher unbekannte Lieder wie „Winterwunderland“ oder abstrakte Begriffe wie „polnische Lieder“ genannt.

Wir sind stolz darauf, in kurzer Zeit eine Umfrage zu vielen Aspekten rund um Weihnachten durchgeführt zu haben, auch wenn die Ergebnisse aufgrund der relativ kleinen Anzahl der Befragten nicht repräsentativ sind. Wir hatten auch viel Spaß beim Aufstellen und Auswerten der Fragebögen und Durchführen der Umfrage.

Wir wünschen allen ein Frohes Weihnachtsfest und ein gutes neues Jahr 2010.


Die Pfadis
 
 
Michael Thies, 25.12.09