Autor: Luzie Strietholt

Müllsammelaktion vom JUZ bis zur Nette

Da wir wegen des Hochwassers nicht im Namedyer Werth klar Schiff machen konnten, haben wir die Müllsammelaktion am 7. März beim Waterlove Day kurzerhand Richtung Nette verlegt. Aber auch hier gab es wie man sieht viel Müll einzusammeln: eine Matratze und mehrere Fahrradreifen gehörten zu den Funden! Danke an alle Helfer*innen!

Stavers 2020: Handwerker*innen, Brillenvielfalt und neuer Kurat

Bei unserer Stammesversammlung unter dem Motto Handwerker*innen wurde Andreas Bühler als neuer Kurat in den Vorstand gewählt. Als Kurat wird er u.a. geistliche Impulse und Gottesdienste gestalten und ist mit Luzie und Petra Teil des Vorstands. Die Pfadfinder*innen freuen sich sehr, Andreas im Stamm begrüßen zu dürfen! Dass die Zusammenarbeit super klappt, konnte schon bei der 72-Stunden-Aktion unter Beweis gestellt werden. Gleichzeitig wurde Teresa als Kuratin verabschiedet. Danke für dein Engagement! Insbesondere die liebevollen Impulse im Zeltlager 2018 werden uns im Gedächtnis bleiben!

Außerdem konnten wir von den Bibern, Wölflingen, Jufis, Pfadis und Rovern bei den Gruppenberichten hören, was sie im letzten Jahr alles auf der Agenda stehen hatten. Ein Zoobesuch, diverse Zeltlager, viele Renovierungsarbeiten und Spiele und Projekte in den Gruppenstunden sind nur einige der Highlights, die genannt wurden.

Johannes, selbst ein ehemaliger Pfadfinder, stellte uns seine Aktion „Brillen weltweit“ vor, bei der alte Brillen abgegeben, aufgearbeitet und an Menschen weitergegeben werden, die sich keine Brille leisten könnten. Als Anschauungsmaterial brachte er uns einige verrückte Sonnenbrillen mit!

Stammestag im Zoo Neuwied

Mit dem ganzen Stamm trotzten wir dem regnerischen Wetter und besuchten am 7. September den Zoo Neuwied. Dort gab uns unser langjähriges Mitglied Steven, der im Zoo arbeitet, eine Führung und konnte uns interessante Fakten, Geschichten und Hintergründe erzählen. Als Anschauungsmaterial brachte er uns zum Beispiel ein riesiges Straußenei mit oder die Feder eines Fasans. Danke dafür!

Bezirks- und Stammeslager 2019

Dieses Jahr war unser Sommerlager ein ganz besonderes: nicht nur wir Andernacher waren dabei, sondern auch die anderen Stämme in unserem Bezirk. Vom 1. bis zum 5. Juli verbrachten wir gemeinsam einige sonnige und mit buntem Programm gefüllte Tage. So konnten wir bei den Workshops unter anderem selbst eine Nachtwanderung planen und durchführen, Fackeln herstellen oder Sandalen basteln. Im Anschluss an das Bezirkslager blieben wir mit unserem Stamm noch fünf weitere Tage in Westernohe. Der sommerlichen Hitze konnten wir am Heisterberger Weiher entfliehen, der mit einem ‚Aqua Fun Park‘ ausgestattet war, einem (ziemlich rutschigen) Hindernisparcours auf dem Wasser, auf dem LeiterInnen und Kinder gleichermaßen viel Spaß hatten. Außerdem bauten wir uns selbst Drachen und ließen sie steigen und spielten abends zahlreiche Runden Werwolf am Lagerfeuer. Als kulinarisches Highlight ließen uns wie jedes Jahr die Burger am letzten Abend das Wasser im Munde zusammenlaufen. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge ging es dann am 10. wieder zurück nach Hause –die Zeit bis zum nächsten Lager vergeht hoffentlich schnell!

Großzügige Spende für die 72-Stunden-Aktion

Bald schon, am Donnerstag um 17.07 Uhr, beginnt die 72-Stunden-Aktion. Welches Projekt wir bekommen, werden wir dann bei der feierlichen Verkündigung erfahren.
Um die Umsetzung der verschiedenen Projekte zu unterstützen, haben wir und alle anderen Andernacher Aktionsgruppen eine Spende über 250 Euro von der Volksbank RheinAhrEifel bekommen, wofür wir uns an dieser Stelle ganz herzlich bedanken möchten!

Dreck-weg-Tag und Stammesversammlung

Der 16. März war beim Stamm St. Michael mal wieder randvoll gepackt. Zunächst versammelten sich morgens einige Eltern, die Leiterinnen und Leiter und Kinder aller Altersstufen am Rhein, wo wir uns an der Dreck-weg-Aktion beteiligten und im Namedyer Werth einen Container voller Müll sammelten. Dabei befreiten wir das Rheinufer von zahlreichen Flaschen und Verpackungen, aber wir fanden beispielsweise auch einen alten Auspuff oder einen Grill. Anschließend machten wir uns zum Thomas-Becket-Haus auf, wo einige von uns schon fleißig dekoriert hatten und das TBH in eine mittelalterliche Kulisse verwandelten. Dort begann dann mittags unsere jährliche Stammesversammlung, bei der wir unter anderem gemeinsam mit unseren Kindern und Jugendlichen über Anträge diskutieren und abstimmen und den Gruppenberichten lauschten. Die Biber unterhielten uns mit einem Tanz und die Wös berichteten mit fantasievollen Sockenpuppen über ihre Halloweenparty, diverse Wasserschlachten im Sommer, den Kletterwald im Zeltlager und die Müllsammelaktionen. Danach veranstalteten die Jufis eine spannende Gespensterjagd für uns und die Pfadi-Rover ließen ihren Herold Niclas für sich sprechen, der auf einem Einhorn angeritten kam und z.B. von der Fairtrade-Aktion und dem Klettern im Kanditurm erzählte.
Zu guter Letzt fand nach der Stammes- noch die Mitgliederversammlung unseres Vereins statt.

Kletteraktion im Kanditurm

Mit dem ganzen Stamm haben wir am 16. Februar den Kanditurm besucht. Sowohl die Pfadis und Rover, aber auch schon die jüngeren Kinder lernten dabei, wie man sich gegenseitig sichert und welche Regeln zu beachten sind. Ein paar besonders Mutige trauten sich sogar, den 20 Meter hohen Turm ganz hinauf zu klettern!
Wir alle hatten eine tolle Zeit und bedanken uns beim Kanditurm, bei der GdS-Engineering GmbH & Co. KG für die großartige Unterstützung und insbesondere bei Klaus, der unsere Gruppe betreute.

Weihe der Michaelskapelle

In unserer direkten Nachbarschaft, neben dem TBH, befindet sich die Michaelskapelle. Diese wurde letzten Sonntag, am 9.12., von Stefan Ackermann in einer feierlichen Zeremonie geweiht. Im Anschluss an die Weihe wurde von uns leckere Erbsen- und Kürbissuppe ausgegeben, die wir mit der Leiterrunde am Abend vorher gekocht hatten. Dazu gab es in der Jurte Kakao und Chai über dem Feuer, der half, unsere kalten Finger aufzuwärmen.

Später am Tag wurden einige Kinder gestuft. Den frischgebackenen Wös, Jufis und Pfadis wünschen wir viel Spaß in ihren neuen Gruppen!

 

Fairtrade-Scouts-Aktion war ein voller Erfolg

Letzten Samstag am 29.09. fand bei strahlendem Sonnenschein unsere große Stammesaktion zum Thema ‚fairen Handel‘ statt.

In der schönen Kulisse des Schlossgartens wurde eine Ausstellung präsentiert, in der man lernen konnte, was den fairen Handel ausmacht oder z.B. die Möglichkeit hatte, den Weg von der Kakaobohne bis zur Schokolade zu erforschen. Außerdem gab es faires Bananenbrot, Kaffee, alkoholfreie Cocktails sowie viele Produkte des Fairregio-Ladens. Unter den Gruppenkindern fanden die Bananenkostüme besonders großen Anklang, mit denen wir durch die Andernacher Innenstadt zogen und Werbung für unsere Aktion machten.

Zum Abschluss der Aktion wurden wir von Eva-Maria Kuntz vom Bundesarbeitskreis Internationale Gerechtigkeit auch offiziell als ‚Fairtrade-Stamm‘ ausgezeichnet. Als besonderes Highlight wurden wir von einem Kamerateam der Kika-Sendung ‚neuneinhalb‘ begleitet, die am 17. November eine Reportage zum Thema ‚Fairtrade‘ sendet. Das alles trug dazu bei, dass wir einen unvergesslichen Tag verlebten und hoffentlich viele Leute begeistern konnten!

 

Brexit 2018 – Sommerzeltlager im Brexbachtal

Juhuu! Endlich war es wieder soweit, der Kuschelstamm machte sich wieder auf ins Sommerlager!! Dieses Jahr ging es für uns vom 8.7. bis zum 18.7.2018 erneut ins Brexbachtal.

 

Sonntags trafen wir uns alle an der Feuerwehr in Sayn mit viel Vorfreude, die nächsten zehn Tage miteinander verbringen zu dürfen. Dieses Jahr hatten wir von Anfang an tollen Besuch von saarländischen Pfadfinderfreunden, die von allen direkt ins Herz geschlossen wurden.

Es war strahlender Sonnenschein, als wir am Zeltplatz ankamen. Nachdem alle Zelte standen, jeder eine Sonnencremeschicht mehr auf der Haut hatte und die ersten schon die anliegende Brex unter Beschlag genommen hatten, hisste die Pfadi- und Roverstufe mit Unterstützung der Leiter das Stammesbanner. Wie jeden Abend im Lager, ließen wir auch diesen Tag mit einer Singerrunde am Lagerfeuer ausklingen. Wir waren uns alle sicher, es würde eine tolle Zeit werden.

 

Der nächste Tag war ein besonderer in diesem Lager, denn wir verbrachten ihn ganz nach dem Tagesplan eines Zeltlagers aus dem Jahr 1907 nach unserem Pfadfindergründer Robert Baden-Powell. Der Schwerpunkt eines jeden Tages im Lager, laut Baden-Powell, ist es, die Grundsätze des Pfadfindertums näher zu bringen und die Fähigkeiten eines jeden Pfadfinders zu steigern. Also standen viele Aufmerksamkeits- , Orientierungs- und Geländespiele auf dem Plan. Beispielsweise gingen wir in Kleingruppen mit einem Zettel auf Wanderschaft, auf dem Sachen standen, die wir auf dem Weg bemerken sollten. Die Schwierigkeit dabei war es, sich ganz auf die Natur einzulassen und diese im Detail wahrzunehmen. Laut Baden-Powell ist dies eine der Fähigkeiten, die jeder Pfadfinder besitzen sollte.

Die andern Tage wurden mit vielseitigen Aktionen gefüllt:

Wir befassten uns einen Nachmittag lang beispielsweise mit Lagerbauten. Ein paar Leute jeder Gruppe baute an einer Brücke über die Brex, die restlichen an einem Dreibeinkonstrukt, in dem verschiedene Elemente integriert wurden: Es gab drei Podeste, Platz für Hängematten und auch unser Bannermast musste mit eingebaut werden. Manche von uns verbrachten die ein oder andere Nacht auf einem der Podeste oder in den Hängematten.

 

Da die Biberstufe, unsere Jüngsten, leider noch nicht mit fahren konnten, besuchten sie uns für einen Tag, um das Lagerleben und den Stamm mal im Ganzen kennenzulernen. Wir machten eine kleine Wanderung durch die Brex, spielten verschiedene Spiele und sangen zusammen das Pfadfinderlied „Flinke Hände, flinke Füße“, das die Kleinen schon super drauf hatten.

 

Außerdem wurde unser neuer Stammesanhänger für Materialien neu lackiert. Der ganze Stamm steuerte seinen eigenen Teil dazu bei und machte ihn zu dem Kunstwerk, das er jetzt ist.

 

Über die ganzen Tage verteilt hatten wir die Möglichkeit, verschiedene Workshops zu machen. Ein Workshop bestand darin, sich einen eigenen Schwedenstuhl zu bauen, eine andere Gruppe konstruierte einen Lehmofen, in dem wir in den kommenden Tag Pizza und Kuchen backten, außerdem wurden  Armbänder aus Paracord oder Garn geflochten, einige von uns bastelten Namensschilder für die Kluft oder setzten eine Heilsalbe und Tinktur aus Pflanzen aus der Umgebung an.

 

Für zwei Tage engagierten wir uns im sozialen Bereich und halfen intern im Brexbachtal, zwei Großprojekte fertigzustellen. Am Rand eines Zeltplatzes gibt es zwei Tümpel, in denen verschiedene Tiere wie Libellen, Frösche und Salamander brüten. Damit diese sich auch weiterhin in Ruhe fortpflanzen können, bauten wir einen Zaun drumherum – das bedeutete für uns sowohl viel Arbeit aber auch viel Spaß! Beim anderen Projekt handelte es sich um eine Unkraut-Vernichtungsaktion. Ein neu erworbenes Grundstück des Brexbachtals war überwuchert von Brenneseln und Riesenbärenklau. Also war es unsere Aufgabe, es davon zu befreien. Ich muss sagen, trotz der Hitze und der kraftaufwendigen sisyphosartigen Arbeit, hat es doch ziemlich viel Spaß gemacht.

 

Unser Stamm macht zudem eine coole und lustige Bekanntschaft mit Leuten vom Nachbarzeltplatz. Spätabends spielten wir zusammen ein Geländespiel, dessen Schwerpunkt nicht in Kraft und Geschwindigkeit lag, sondern in Geschicklichkeit, Wendigkeit und Ausdauer. Die Aufgabe lag nämlich darin, unbemerkt im Dunkeln eine im Kreis gespannte Leine zu berühren. Im Kreis saßen vier Wächter, die genauso wenig sahen, wie wir anderen, aber sobald sie etwas hörten, einen Sucher in die Richtung navigierten, in der sie das Geräusch gehört hatten. Wenn der Sucher einen durchs Umsichfühlen entdeckt hatte, war man leider raus. Durchaus kann dieses Spiel mehrere Stunden dauern, wir setzten das Limit auf eine ¾-Stunde. Es hat verdammt viel Spaß gemacht und unsere Wös haben das Ding gerockt!

 

Ein ganz besonderer Teil unseres Zeltlagers war die Stufungs- und Versprechensfeier. Sie ist uns allen sehr nahe gegangen. Als Erklärung: Das Pfadfinderversprechen ist ein zentraler Bestandteil und eine wichtige Tradition in der Pfadfinderbewegung. Durch das Versprechen bekundet man die Zugehörigkeit zum Pfadfindertum und zu seiner Gruppe. Es regt dazu an, sich mit den Werten und Zielen der Pfadfinder altersgerecht auseinander zu setzen. Eine Stufung ist der Wechsel eines Gruppenmitglieds in die nächstältere Pfadfingerstufe. Bei jedem Stufenwechsel wird ein Pfadfinderversprechen abgelegt. Während unserer Feier brannte ein ganz besonderes Feuer und jeder der wollte, konnte sein persönliches Versprechen den anderen mitteilen. So entstand für uns eine sehr emotionale Atmosphäre…

 

Es war also auch dieses Jahr wieder ein wundervolles Zeltlager, in dem jeder mit vielen tollen Erinnerungen nach Hause gehen konnte. Ein großes Dankeschön, an alle, die die Zeit wie jedes Jahr zu einer ganz besonderen gemacht haben.

 

Geschrieben von unserer Pfadi-Reporterin Mia 🙂